Helene Pohl      geb. am14. Dezember 1929

                                   verst. am 13. Juli 2019

Ein Leben für die Pfarre

Nun mussten wir auch von Helene Pohl für immer Abschied nehmen. Sie folgte ihrer Schwester Anna Pohl nach knapp zwei Jahren. Helene und Anna waren zwei von fünf Geschwistern der Familie Hildegard und Ferdinand Pohl und blieben ihr ganzes Leben in ihrem christlichen Elternhaus in der Mitteregasse in Felixdorf wohnhaft. Mit dem Tod von Helene schließt sich die Tür zum nunmehr verwaisten „Pohlhaus“, eine Ära ist quasi zu Ende gegangen, aber die dankbare Erinnerung an ein opferbereites, mit froher Pflichterfüllung geführtes Leben bleibt in unseren Herzen.

Auf Wunsch ihres Vaters übernahm Helene pflichtbewusst nach dessen Tod seine Steuerberatungskanzlei in Felixdorf. Neben dieser beruflichen Tätigkeit fand sie aber einen großen Aufgabenbereich in der Pfarre Felixdorf und wurde zur unentbehrlichen Stütze seinerzeit für unseren verstorbenen Pfarrer Rudolf Pichler und ganz besonders auch für dessen Nachfolger Pfarrer Edward Trezeciak.

Seit dem Jahr 1970 war sie Mitglied im Pfarrgemeinderat und übte ihren ehrenamtlichen Dienst vor allem aus als Mesnerin, begabte Floristin in der Kirche, Verantwortliche für die Kirchenrechnung und den Caritasausschuss, Schriftapostolatin, Mitglied der Legion Mariens sowie in den letzten Jahren als Pfarrsekretärin. Legendär bleibt auch das den Priestern gegenüber überaus gastfreundliche Pohlhaus. Der sonntägliche Mittagstisch wurde gerne besucht.

Für diesen unermüdlichen Einsatz wurde Helene Pohl 2006 im erzbischöflichen Palais mit dem Stephanusorden ausgezeichnet und verrichtete ihre ehrenamtliche Arbeit weiter bis zur Pensionierung von Pfarrer Edward und der Eingliederung der Pfarre Felixdorf mit 01.01.2017 als Teilgemeinde in die neue Pfarre „Zum Guten Hirten im Steinfeld“ unter der Leitung von Pfarrer Mag. Juraj Bohynik.

„Sie war immer da!“

Mit diesen voll Trauer gesprochenen Worten umschrieb Tanja, unsere langjährige treue Ministrantin, sinngerecht das Wirken Helenes.

Der Glaube an Gott war ihr Antrieb; möge sie nun die Geborgenheit in seiner Liebe finden.

Roswitha Herdin